Wie schreibt man über eine Umfrage, bei der sich (fast) nichts verändert hat? Vor dieser Herausforderung stand ich bei meinem letzten Artikel für das PKAjournal zur PKA-Zufriedenheitsumfrage 2025. Die Antwort lag nicht in den statischen Daten, sondern im „Schatz“ zwischen den Zeilen: den Freitexten der Teilnehmer:innen.
Wenn Zahlen schweigen: Die Macht der Worte
Nicht jede Story hat eine umfangreiche Recherche mit Interviews und Hintergrundgesprächen, wie bei Multimediageschichten. Manche Storys beruhen einfach aus Daten. Was im ersten Moment einfach erscheint, wird im zweiten komplex. Ein erster Blick in die Rohdaten der PKA-Zufriedenheitsumfrage 2025 zeigte schnell: Stillstand. Schon wieder. Da „Stillstand“ bereits im Vorjahr der Kern der Berichterstattung war, stellte sich die journalistische Masterfrage: Wie macht man daraus einen spannenden, relevanten Artikel? Die Lösung lag im Deep Dive:
- Eintauchen in Freitexte: Die teilnehmenden PKAs nutzten die Möglichkeit für offenes Feedback intensiv. Sie teilten ihre Gedanken, Wünsche und Ängste – aber auch ihre Wut und Resignation.
- Methodik statt Oberflächlichkeit: Ich habe gelesen, geclustert, beschlagwortet und gruppiert. In stundenlanger Arbeit wurden aus vielen Einzelstimmen klare Themencluster.
- Vom Datensatz zum Stimmungsbild: Erst durch diese qualitative Analyse wurde der wahre Kern der Umfrage sichtbar. Der Schatz steckte in den Worten, nicht in den reinen Prozentwerten.
Journalistische Herausforderung & Lösung
Das Ergebnis im PKAjournal war mehr als eine bloße Wiedergabe von Statistiken. Es war ein tiefgreifendes Stimmungsbild eines ganzen Berufstands. Für mich zeigt dieses Projekt: Guter Journalismus beginnt dort, wo die automatisierte Auswertung aufhört. Es geht darum, Muster zu erkennen und den Menschen hinter den Zahlen eine Stimme zu geben.
Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr im vollständigen Artikel lesen: PKA-Zufriedenheitsumfrage: Wenn die Liebe zum Beruf nicht mehr reicht…


